Wissenswertes über die Schüßler Therapie

Ein Leitsatz von Dr. Schüßler bringt seine Therapieform auf den Punkt: 

"Gesundheit ist das quantitative Gleichgewicht der einzelnen Mineralsalze; Krankheit entsteht erst durch das Ungleichgewicht dieser Mineralsalze."

Da sich selbst erfahrene „Schüßler Anwender“ manchmal schwer tun, wenn es um Erklärungen zur Mineralstofftherapie oder deren Wirkweise geht, möchte ich hier noch einmal einige Punkte aufgreifen. Ich bin sicher, selbst versiertere Schüßler-Anwender finden die eine oder andere Aussage interessant.

Seit Schüßlers Wirken haben sich die Lebensumstände ja sehr verändert und mit Sicherheit entstehen Mangelsituationen heute aus weit mehr Gründen, als noch vor 150 Jahren. In der Regel ist es so, dass der Mineralstoffmangel in den Zellen nicht entsteht, weil Menschen mit ihrer Ernährung zu wenig an bestimmten Mineralien verzehren, sondern die Zellen nicht in der Lage sind, die entsprechenden Stoffe aufzunehmen.

Also: Mit der Einnahme der Schüßler Salze wird nicht der festgestellte grobstoffliche Mangel im Organismus aufgefüllt. Es wird vielmehr die Ausgewogenheit der Energie in den Zellen wieder hergestellt. So können die Mineralstoffe deutlich besser aus der Nahrung  - oder den gegebenenfalls eingenommenen Nahrungsergänzungen - aufgenommen, gespeichert und bei Bedarf  an die benötigten Stellen im Organismus transportiert werden. Dieser „Reiz“ wird über „potenzierte Salze“ ausgelöst. Denn als Homöopath wusste Dr. Schüßler, wie wichtig die Zubereitung oder Aufbereitung der Mineralstoffe selber ist. Nur durch die Potenzierung sind die Wirkstoffmoleküle so in der Trägersubstanz – wie z.B. dem Milchzucker – vorhanden, dass sie unmittelbar durch die Schleimhäute der Mundhöhle, des Rachenraums und der Speiseröhre ins Blut und so in den Bestand der einzelnen Zellen aufgenommen werden.

Sind größere Mängel erkennbar, sollte immer auch eine zusätzliche Einnahme grobstofflicher Mineralstoffe ins Auge gefasst werden. Wichtig ist zu Wissen, dass das Eine niemals das Andere ausschließt. Ganz im Gegenteil: Durch Einnahme von Nahrungsergänzungen brauchen die lebensnotwendigen grobstofflichen Mineralien nicht aus den Depots des Körpers genommen werden. Denn wenn dieses über einen längeren Zeitraum geschieht und nicht wieder aufgefüllt werden kann, entstehen Beschwerden bis hin zu chronischen Krankheiten.

Als Beispiel einmal ein „Calcium Mangel“: Das Calcium ist in den Knochen (Depot) gespeichert. Wird dieses Depot nicht ausreichend aufgefüllt oder z.B. in Zeiten der Schwangerschaft oder bei längerer Krankheit stark beansprucht, können Störungen wie z.B. Osteoporose, Sehnen- und Muskelbeschwerden, Krämpfe oder auch Zahn- und Zahnfleischprobleme auftreten. Um dieses zu verhindern, ist angeraten, die Einnahme der entsprechenden Schüßler Salze eine zeitlang mit einem – in diesem Fall Calcium Produkt aus Apotheke oder Reformhaus zu kombinieren. Auch kann zusätzlich über die Ernährung eine Menge gesteuert werden.

Bei mir im Forum (www.schuessler-forum.de) - unter der Rubrik „Hier entsteht ein Nachschlagewerk“ – habe ich aufgelistet, welche Lebensmittel bei welchem Mineralstoffmangel vermehrt in den Speiseplan aufgenommen werden sollten. Bei großem Mangel oder immer wiederkehrenden Defiziten sollten auch die sogenannten „Mangelbegünstigenden Faktoren“ berücksichtigt werden. Auch dazu finden Sie entsprechende Hinweise im oben genannten „Nachschlagewerk“.

Noch etwas zu den erwähnten Potenzen: Bei den sogenannten „Regelpotenzen“ handelt es sich um die Potenzierungen, die Dr. Schüßler seiner Zeit empfahl. Diese „Regelpotenzen“ sollten gerade in der Laienbehandlung zum Einsatz kommen.  

Danach werden die Schüßler Salze Nummer 1, 3 und Nr. 11 in der D12 Potenz / die Schüßler Salze Nummer 2, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und Nr. 12 in der D6 Potenz genommen.

Bei den mittlerweile 15 „biochemischen Ergänzungssalzen“ – also Nr. 13 bis Nr. 27 – hat sich die D12 Potenz durchgesetzt.  

In manchen Ratgebern ist auch von anderen Potenzen oder gar vom Wechseln der Potenzen zu lesen. Ich selber bin kein Freund davon, Laien dieses anzuraten. Schüßler Therapeuten oder Mineralstoffberatungen vor Ort können da anders entscheiden, einfach weil sie durch ihr Fachwissen und der persönlichen Betreuung ihres Schützlings gezielter handeln können. Denn, andere Potenzen können - müssen aber nicht - auf einer anderen Ebene wirken. 

Und da auch die Frage nach „Wechselwirkungen“ immer wieder einmal gestellt wird: Mit der Einnahme der Schüßler Salze führen Sie Ihrem Organismus fehlende Betriebsstoffe zu. Diese behindern sich zum einen niemals gegenseitig und sie behindern keine andere allopathische oder alternative Behandlung. Ganz im Gegenteil: Die Mineralstoffe unterstützen und fördern jede andere Heilmethode, einfach weil ein gut versorgter Organismus sehr viel besser reagieren kann. 

Berbel Puls
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