Wechseljahresbeschwerden Teil 2

Liebe Leserin - lieber Leser,

zum letzten Newsletter erreichten mich außergewöhnlich viele Zuschriften, darum möchte ich das Thema gerne noch etwas vertiefen. Es ist nur aufgrund der Fülle von denkbaren Beschwerden kaum möglich, allgemein gültige Empfehlungen auszustellen. Zu individuell muss da geschaut und gehandelt werden.

Wissen muss man einfach, dass mit Beginn der Wechseljahre auch bestimmte Stoffwechselprozesse völlig umgestaltet werden. Dieses macht sich vor allem auch im Gewicht und durch ein sich verändernden Körperbau bemerkbar. Selbst Frauen, die nie Gewichtsprobleme hatten und immer mit ihrem Äußeren zufrieden waren,  haben da mit einem Male ein wirkliches Problem. Ich kann mich da auch überhaupt nicht von ausnehmen, denn auch ich spüre die veränderten Vorgänge im Körper. So lange ist es noch nicht her, da dachte ich, es sei sehr viel Einbildung oder „nicht wirklich wollen“ der Grund. Heute weiß ich, dass man da sehr viel tiefer gehen muss.

Da gilt es wirklich an allen Ecken zu schauen und sich nicht unnötig lange mit dem „das war doch früher nicht so“ zu belasten. Da oft das Thema mit dem Gewicht zur Sprache kam, sei noch einmal erwähnt, dass neben allem anderen auch tägliche Bewegung ein unbedingtes Muss ist. Da reichen dann wirklich schon flotte Spaziergänge oder Radtouren aus, um „Stepp by Stepp“ etwas zu bewegen.

Von Schüßlerseite her können wir folgendes einsetzen: Das Ergänzungssalz Nr. 27 wird von vielen Betroffenen erfolgreich als „Essbremse“ eingesetzt. Es soll den übermäßigen Appetit förmlich ausbremsen. Mit einer Dosierung von 7 bis 10 Tabletten täglich können Sie nichts falsch machen.

Treten bestimmte Gelüste auf, so hilft

  • das Schüßler Salz Nr. 2 bei Gelüsten nach Herzhaftem,
  • das Schüßler Salz Nr. 5 bei Gelüsten nach Nüssen,
  • das Schüßler Salz Nr. 7 bei Gelüsten nach Süßem und da speziell nach Schokolade,
  • das Schüßler Salz Nr. 8 bei Gelüsten nach Salzigem.

Hier können im Akutfall sofort mehrmals die Stunde 2 bis 3 Tabletten gelutscht werden und selbstverständlich können Sie auch mehrere Salze miteinander kombiniert einnehmen.

Und Frauen, die sich kurz vor den Wechseljahren wähnen, können wirklich schon vorbeugend etwas tun. Es muss erst einmal überhaupt nicht an zusätzliche Hormone gedacht werden um diese Zeit besser zu überstehen.

Die „Wechseljahre-Kur“ hat sich wirklich schon zigfach bewährt. Sie kann über eine unbedenklich lange zeit genommen werden und sie besteht aus einem täglichen Cocktail der Salze Nr. 5, Nr. 10, Nr. 11 sowie der Nr. 12.

Für diesen Cocktail löst man je Salz 3 bis 5 Tabletten in ½ bis 1 Liter Wasser auf und trinkt über den Tag verteilt immer wieder kleine kauende Schlucke davon. Diese Lösung ist auch ideal für Unterwegs.

Wenn es besser in den Tagesablauf passt, kann man selbstverständlich die benötigten Tabletten auch im Laufe des Tages einfach lutschen. Dazu empfiehlt es sich,  morgens mit der Nr. 5 beginnend, Nr. 10 und Nr. 12 tagsüber und abends vor dem Schlafengehen mit der Nr. 11 abschließend die Einnahme vorzunehmen.

Sensible Frauen spüren oft sehr schnell eine Besserung. In solch einem Fall kann man einfach dazu übergehen, ganz nach Bedarf immer mal wieder wochenweise diese Kur zu absolvieren. Der Körper signalisiert einem in der Regel, wann man wieder neue Salze benötigt.

Wer unter Schweißausbrüchen, gerade während der Nacht leidet, löst am besten zusätzlich 10 Tabletten der Nr. 11 in einem Glas heißem Wasser auf und trinkt dieses kurz vor dem Schlafengehen in vielen kleinen Schlucken.
 
Da ich mehrfach von der positiven Wirkung dieses Cocktails gehört hatte, gab ich den Tipp schon sehr oft weiter. Allen Frauen ist es bislang ähnlich ergangen: Es hat sich nach einer Einnahmezeit von rund vier bis sechs Wochen keines der oben genannten Symptome, wenn überhaupt, lange bemerkbar gemacht. Hitzewallungen waren verschwunden, Depressive Phasen schwächten ab oder wurden deutlich weniger und die von vielen Frauen beklagte Antriebslosigkeit war wie weggeblasen.
Von dem Mann einer Freundin hörte ich sogar „sie ist wieder ganz die Alte - voller Unternehmungslust und das häufige nächtliche Bettenwechseln - wegen der vielen Schweißausbrüche - ist auch vorbei“.

Gerade im Hinblick auf das Für und Wieder einer zusätzlichen Hormongabe hat man mit den Schüßler-Salzen einfach die Garantie, dass es völlig ohne Nebenwirkungen geht.
 
Wie im letzten Newsletter erwähnt, macht hier eine Mineralstoffberatung absolut sinn. Da Beschwerden während der Wechseljahre über einen langen Zeitraum gehen können, sollten Sie, wenn Sie arg belastet sind, diesen Weg wählen. Solch eine Beratung ist absolut bezahlbar und erspart Ihnen mit Sicherheit viel wertvolle Zeit und unnötiges Herumexperimentieren.
Wenn Sie keinen Mineralstoffberater oder geeigneten Therapeuten in Ihrer Nähe kennen, schauen Sie bitte auch in das Verzeichnis der Heilbehandler unter www.schuessler-forum.de oder setzten Sie sich gerne mit mir in Verbindung.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und bleiben Sie weiterhin schön gesund.    

Herzlichst - Ihre Berbel Puls


Lebensmittelkennzeichnung

Auf n-tv lese ich gerne die „Frage und Antworten“ zu bestimmten Themen. Aus dem letzten Jahr hatte ich mir etwas zum Thema „Lebensmittelkennzeichnung“ herauskopiert, was ich letzte Woche hier im Freundeskreis einmal hervorkramte, weil es um den Hinweis „kann Spuren von…enthalten“ ging und vielleicht interessiert Sie auch die Antwort.
 
Der Leser Roland P. aus Köln stellte dazu die Frage: Immer wieder liest man auf Lebensmittelverpackungen: "Kann Spuren von ... enthalten". Bis zu welcher Menge spricht man denn hier von Spuren? Wann sind Spuren keine Spuren mehr, sondern Inhaltsstoffe?


Zitat: In Lebensmitteln sind 14 Zutaten dafür bekannt, häufig allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten auszulösen - mitunter gefährliche. Zu diesen Allergenen gehören Erdnuss, Eier, Senf, Sellerie und Fisch, auch Milch und Soja sowie glutenhaltige Getreide wie Weizen, Hafer und Dinkel. Besteht die Möglichkeit, dass einer dieser Stoffe in ein Nahrungsmittel hineingerät, obwohl er laut Rezept gar nicht darin vorgesehen ist, kann der Hersteller darauf hinweisen. Er gibt dann auf der Verpackung beispielsweise an: "Kann Spuren von … enthalten."
Wie es zu dieser "Verunreinigung" kommen kann und was genau es mit der Spurenangabe auf sich hat, erläutert uns Allergologin Dr. Katja Nemat aus Dresden: "Wenn in einem Lebensmittelwerk ein Müsli hergestellt wird und im selben Werk wird eine Haselnussmischung produziert, kann es passieren, dass über die Kleidung der Arbeiter oder über das Fließband, beim Verpacken oder beim Transport die Haselnuss ins Müsli gelangt – produktionsbedingt, das heißt, ohne dass sie da hinein soll. Um sich vor Haftungsansprüchen zu schützen, falls es durch so eine Kontamination zu einer allergischen Reaktion kommt, weisen die Firmen auf die Möglichkeit von Spuren hin. Sie möchten damit darauf aufmerksam machen, dass sie eine solche versehentliche Verunreinigung nicht ausschließen können."

Freiwilliger Hinweis ohne Schwellenwert
Wer frische Brötchen kauft, muss über Allergene unter den Zutaten neuerdings Auskunft erhalten. Was aber zufällig im Teig landet, ist nicht deklarationspflichtig.
Verpflichtet sind die Hersteller zu dieser Angabe nicht. Wie Nemat ausführt, geschieht der Vermerk auf der Packung freiwillig. Wenn man das weiß, ahnt man auch schon, wie es um die Menge steht, die sich hinter den Spuren verbirgt: "Da gibt es keine Schwellenwerte, die eingehalten werden müssen", sagt die Ärztin und bringt es auf den Punkt: "Wenn es auf dem Müsli heißt 'Kann Spuren von Haselnüssen enthalten', dann kann ein kleiner Krümel ins Müsli gefallen sein - oder auch die ganze Nuss." Vielleicht aber ruhte die Produktion der Haselnussmischung auch gerade und das Müsli hat von der Nuss gar nichts abbekommen. Der Hinweis auf der Packung bleibt trotzdem.

Wenn man Produkte, auf denen "Spuren von Haselnüssen" angegeben sind, bisher gut vertragen hat, heißt das daher nicht unbedingt, dass man gegen Haselnüsse in kleinsten Mengen nicht allergisch ist. "Das höre ich häufig von Eltern, die mit ihrem Kind zu mir kommen", erzählt Nemat aus dem Praxisalltag. "Aber so kann man das leider nicht sehen." Die Spurendeklaration ist nicht verlässlich, weder in die eine noch in die andere Richtung. "Wir wünschen uns Schwellenwerte", sagt die Allergologin, "aber es ist ja bei den einzelnen Allergenen auch unterschiedlich, auf welche Kleinstmenge man reagieren kann. Für die Industrie wären Schwellenwerte schwer einzuhalten. Sie müsste dann komplett allergenfrei produzieren. Das schaffen nur die ganz großen Firmen."

Firmen geben Auskunft
Auch macht es sich manch eine Firma leicht und weist – um Haftungsansprüchen vorzubeugen – gleich auf alle 14 Allergene zusammen hin, auch wenn sie nicht mal mit der Hälfte der Stoffe hantiert. Juristisch gesehen mag das geschickt sein, verbraucherfreundlich ist es nicht. Die Angaben sind nicht aussagekräftig – und doch sollten Allergiker sie ernst nehmen. "Erdnussallergikern zum Beispiel, die tatsächlich auf winzige Mengen schwer reagieren und Gefahr laufen, eine allergische Schockreaktion zu erleiden, empfehlen wir, bei Unsicherheiten direkt bei der Firma nachzufragen", sagt Nemat und zeigt damit einen Weg auf, den alle Allergiker gehen können. "Die Unternehmen sind da oft kooperativ", so die Erfahrung der Expertin. "Sie wissen schließlich, was sie produzieren."

Übrigens: Während der Hinweis auf unbeabsichtigt ins Essen geratene Allergene freiwillig erfolgt, ist es EU-weit Pflicht, diese Stoffe anzugeben, wenn sie als Zutat in das Lebensmittel hineingehören. Neuerdings gilt das auch für Thekenware. Wer beim Bäcker Brötchen kauft und nach Allergenen im Teig fragt, muss darüber Auskunft erhalten. Diese Regelung besteht erst seit Dezember 2014. Für Allergiker ist sie eine echte Errungenschaft. Zitat Ende

Hilft Kopfkratzen beim Denken?

Und da ich meinen Ordner mit den gesammelten Werken schon einmal auf hatte, fand ich auch folgende Frage bzw. Antwort interessant, denn die Frau meines Nachbarn beklagt sich immer über diese ständige Kopfkratzerei ihres Mannes, die er damit begründet, dass sie ihm beim Denken hilft.  

Auch eine Leserin auf n-tv (Sibylle L. aus Remscheid) schrieb: Immer wieder kann ich sehen, dass sich mein Kollege am Kopf kratzt, wenn er ein kniffliges Problem auf dem Tisch hat. Ist das nur eine blöde Angewohnheit oder hilft es tatsächlich beim Nachdenken?

Die zitierte Antwort: Jeder kennt es, entweder von sich selbst oder aber von anderen: In einer bestimmten Situation kratzt man sich am Kopf. Ob es beim Denken wirklich hilft, ist wissenschaftlich bisher nicht bewiesen - aber auch nicht widerlegt. Warum viele Menschen auf der ganzen Welt es trotzdem tun und das Kratzen am Kopf sogar bei Affen beobachtet werden kann, dazu lassen sich eine ganze Reihe von Erklärungen finden.

Sehr verbreitet ist die Meinung, das Kopfkratzen als Übersprungshandlung einzuordnen, denn die reflexartige Bewegung ist eher eine unbewusste Handlung als ein zielgerichtetes Verhalten. Dieser These zufolge kratzen sich Menschen am Kopf, wenn sie nicht mehr weiter wissen, weil zu viele Informationen auf einmal verarbeitet werden müssen oder weil es verschiedene Handlungsoptionen gibt und eine Entscheidung nicht ad hoc gefällt werden kann. Durch das Kopfkratzen kann Zeit gewonnen werden. Genauso scheint es sich auch bei Affen zu verhalten. Kratzt ein rangniederer Affe sich am Kopf, wenn eine Auseinandersetzung mit einem ranghöheren Tier droht, dann geht es oftmals darum, Zeit zu schinden, um die Entscheidung zwischen Flucht oder Kampf zu fällen.

Lieber nicht gezielt einsetzen
Eine andere These lautet, dass durch die Berührung mit der Hand am Kopf ein Signal für das Gehirn ausgesendet wird, dass es arbeiten soll. So wäre dann eine schnellere Entscheidungsfindung möglich. Die Autorin und Expertin für Körperrhetorik Nadine Kmoth begründet diese These so: "Ich selbst sehe die Hand immer im Zusammenhang mit dem Handeln. Geht also die Hand zum Kopf, dann teilt sie dem Kopf mit: Losdenken!"

Hinter der Geste könnte aber auch noch eine andere Motivation stecken: Es sei möglich, dass man sich bewusst am Kopf kratze, um seinem Gegenüber mitzuteilen, dass man schwer über Gesagtes nachdenke oder tief in einem Entscheidungsprozess stecke, meint die Expertin. Kmoth selbst rät aber vom gezielten Einsatz dieser Geste eher ab, denn schnell könne man damit dümmlich statt intellektuell wirken.

Übrigens:
Auch Fingernägel- oder Stiftekauen, Bartstreicheln, Ohren-/Nasenfassen oder Kinnreiben werden als Übersprungshandlungen eingeordnet, die aus den gleichen Gründen wie das Kopfkratzen praktiziert werden. Die Gesten unterscheiden sich individuell. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie den Gestressten entlarven.
Zitat Ende

Ich möchte darauf hinweisen, dass - wenn ich in meinem Newsletter Artikel, Berichte oder auch Aussagen zu gesundheitlichen Themen zitiere - diese von mir nicht in allen Punkten nachrecherchiert oder gar korrigiert werden. Es sind Themen, wo ich denke, dass sie bei einem Großteil der mittlerweile knapp 2.000 Abonnenten auf Interesse stoßen könnten. Betroffene sollten selbstverständlich, wenn sie eine Empfehlung umsetzen möchten, diese auch mit dem behandelnden Arzt oder dem Apotheker vor Ort besprechen. „Pflanzlich oder Naturheilkundlich“ bedeutet nicht, dass man alles einfach mal so eben versuchen kann. Auch mit diesen Mitteln muss verantwortungsvoll umgegangen werden. Und bitte haben Sie Verständnis, wenn ich nicht jede mir zugesandte Mitteilung immer und sofort veröffentliche. Manche dieser Themen sprengen auch einfach den Rahmen dieses Newsletters. Aber seien Sie sicher, jede einzelne Zuschrift freut mich und ich bedanke mich auch auf diesem Wege nochmals für Ihr reges Interesse.

Herzlichst Ihre Berbel Puls